Erwachen

Nebel senkt sich über die Stadt, Feuchtigkeit kriecht die Straßen hinauf, setzt sich auf Bäume, Häuser und Menschen.
Der Herbst reckt sich gähnend und breitet die Arme aus über die Welt, die er für einige Wochen fest umschlungen halten wird. Auch wenn ihn eine herzliche Freundschaft mit der Sonne verbindet, gibt es immer wieder Momente, in denen er die Unterhaltung des Regens und des Nebels vorzieht. Gemütlich in dicke Wolkendecken gekuschelt, schickt er wohlig ein paar wilde Windstöße ins Land.
Die Blätter hören sein Rufen, lang schon haben sie ihr Sommerkleid abgelegt und sich für den Herbsttanz die buntesten Farben übergeworfen. Ungeduldig erwarten sie ihren stürmischen Tanzpartner und als es endlich so weit ist, werfen sie sich rückhaltlos und voller Übermut in die luftigen Wogen.
scribine - 11. Jan, 23:12

Rückhaltlos . . .

. . . und voller Mut,
mutig, nicht übermütig,
denke ich.
Sie lassen sich tragen,
sie werden getragen

Komm, lieber Franz,
noch einen Tanz . . .

Es ist gut,
dieser Tanz.

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